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Was ist Zyankali?

Zyankali ist ein anderer Begriff für Kaliumcyanid. Aus Zyankali entsteht durch die Verbindung mit einer Säure Blausäure, welche als hochgiftig gilt. Kaliumcyanid riecht leicht nach Bittermandel. Nur etwa zwanzig bis fünfzig Prozent der Menschheit können diesen Geruch überhaupt wahrnehmen. Ob jemand den Geruch von Bittermandel wahrnimmt, ist genetisch bedingt. Bei Zimmertemperatur bildet Zyankali farblose Kristalle. Diese sind in Alkohol nur sehr schwer, in Wasser hingegen sehr gut löslich. Der Schmelzpunkt von Kaliumcyanid liegt bei etwa 640 Grad Celsius.

Die toxische Wirkung von Zyankali

Zyankali ist wegen seiner hoch toxischen Wirkung, in Verbindung mit einer Säure, bekannt. Es gibt Kaliumcyanid sogar als Kapseln zu kaufen. Durch die orale Einnahme solcher Kapseln, bildet sich im Magen Blausäure. Diese hindert das Hämoglobin an der Aufnahme des Sauerstoffs. Außerdem stoppt es auch die Sauerstoffverwertung der einzelnen Zellen. Dies führt dazu, dass im Kreislauf immer weniger Sauerstoff vorhanden ist. Daraus folgt ein langsames Ersticken, bis hin zum Kreislaufstillstand. Dies kann, je nach Dosierung, sehr lange dauern. Eine weitere, sehr gefährliche, Eigenschaft, ist der Dampf der Blausäure. Wird dieser inhaliert, gelangt er direkt in die Lunge. Dies führt dazu, dass kein Sauerstoff mehr ins Blut gelangen kann. In diesem Fall gelangt der Stoff viel schneller ins Blut.

Die Herstellung von Zyankali

Technisch wird Kaliumcyanid aus Kalilauge und Blausäure hergestellt. Es findet erste eine Neutralisations-Reaktion statt. Anschließen wird das reine Kaliumcyanid durch Verdampfen hergestellt. In Labors erfolgt die Herstellung von Kaliumcyanid durch das Erhitzen von Blutlaugensalzen und Schwefelsäure. Die so entstandene, hochgiftige Blausäure wird anschließend mit Kalilauge neutralisiert. Danach kann das Kaliumcyanid in Ethanol ausgefällt werden. Die eigentlich Verwendung von Kaliumcyanid erfolgt in der Goldgewinnung. Dieses wird in galvanischen Bädern durch Kaliumcyanid gereinigt. Bei der Arbeit mit Kaliumcyanid muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Staub und keine Dämpfe eingeatmet werden. Des Weiteren darf Kaliumcyanid auch nicht mit der Haut in Berührung kommen. Dafür werden Atemschutzmasken und Handschuhe, sowie weitere Laborkleidung und Schutzbrillen empfohlen. Kaliumcyanid kann sowohl über die Lunge, als auch durch Hautkontakt oder durch die orale Einnahme hoch toxisch wirken und zum Kreislaufstillstand führen.