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Die Dosis macht das Gift!

Eine allgemein akzeptierte Definition, was unter einer toxischen Substanz zu verstehen ist, gibt es nicht. Traditionell wird darunter ein Stoff verstanden, der bei einem lebenden Organismus, insbesondere beim Menschen, gesundheitliche Schäden hervorrufen kann. Bei den meisten toxischen Substanzen ist ihre Wirkung abhängig von der Einwirkzeit auf den Organismus und deren Dosis , beziehungsweise Konzentration. Bei vielen Stoffen ist unterhalb einer bestimmten Grenzkonzentration auch bei langfristiger Giftexposition keine toxische Wirkung zu erwarten. Ein Beispiel dafür ist Trinkwasser oder auch Coffein. Deshalb prägte der schweizer Arzt Paracelsus schon im 16.Jahrhundert den auch heute noch gebräuchlichen Ausspruch: „Die Dosis macht das Gift!“

Je nach ihrer Herkunft unterscheidet man synthetische Gifte und natürliche Gifte aus Mikroorganismen, Pflanzen oder Tieren.

Welchen Giften sind wir im Alltag ausgesetzt?

Oft findet man toxische Schadstoffe in haushaltsüblichen Produkten und Gegenständen, so wie zum Beispiel Flammschutzmittel in Gardinen, Pestizide in Obst und Gemüse oder nerventoxische Lösungsmittel als Bestandteile von Farblacken.
Häufig wurden die dafür eingesetzten Chemikalien auch nicht genügend auf ihre Gesundheitsverträglichkeit geprüft und können zu akuten oder chronischen Erkrankungen führen.

Was sind typische Umweltgifte?

Umweltgifte, mit denen auch ein „normal sterblicher“ oft unwissentliche im Berührung kommt, sind zum Beispiel Asbest und Dieselruß, welche eine Tumorentstehung fördern können sowie Cadmium in Batteriesäuren, welches im Körper zu Nierenschädigung führt, Pflanzenpollen und Formaldehyd, welche Allergien auslösen können sowie Ozon und Stäube, die das Flimmerepithel der Atemorgane schädigen. Auto- und Industrieabgase schädigen unteranderem durch ihre CO2-Emission die Ozonschicht und führen mittels Ausstoß von Nanoteilchen auch zur direkten Schädigung der Gesundheit des Menschen.

Klassische Genussgifte

Absichtliche oder unbeabsichtigte Intoxikationen findet man oft nach übermäßigen oder längerfristig hoch dosierten Genussgiftexpositionen wie zum Beispiel durch Alkohol oder Nikotin.

Arznei- und Rauschmittel

Starke Schlaf- und Schmerzmittel sowie aufputschende und stimmungsaufhellende Substanzen können bei unsachgemäßer Anwendung oder Überdosierungen zu lebensbedrohlichen Schädigungen oder auch zum Suchtverhalten führen.

Giftpflanzen

Pflanzengifte werden oft unterschätzt, denn Goldregen, Eisenhut, Eibe und Schierling zieren oft unsere Gärten und Parks und bringen nicht selten ahnungslose Kinder und Tiere durch ihren Verzehr in ernsthafte gesundheitliche Gefahr. Auch die Kerne einiger Obstsorten, wie zum Beispiel Aprikosen oder Kirschen enthalten toxische Substanzen, wie Cyanide in Form von Blausäure, die durch ihren charakteristischen Bittermandelgeruch unverwechselbar ist und im Körper sehr schnell zum inneren Ersticken führt. Zyankali hat in der Vergangenheit als Mord- und Selbstmordgift traurige Bedeutung gewonnen. In Form von Kaliumzyanidkapseln verhalf die Blausäure nicht nur Hermann Göring nach dem zweiten Weltkrieg zum Freitod, sondern wurde auch für Schriftsteller wie Agatha Christie zum beliebten Mordinstrument ihrer Kriminalgeschichten. Heute ist es daher ohne entsprechende Legitimation nicht mehr möglich Zyankali käuflich zu erwerben.